Erfahrungsberichte

Jasmin auf der Pferdefarm in Paraguay


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Farm Stay in Paraguay, August 2014

In der Zeit als ich in Paraguay auf der Farm gearbeitet habe, waren noch zwei andere deutsche Mädels dort, Ingrid und Cyra. Wir drei haben uns super verstanden und deshalb auch sehr viel zusammen unternommen, aber dazu später. Ich fange erst einmal mit unserem Arbeitsalltag an.

Der Tag begann mit Aufstehen um 06:00 Uhr, da wir um 06:30 Uhr im Stall zu arbeiten angefangen haben. Auf dem Weg in den Stall trafen wir meistens alle anderen Arbeiter: Bernardo, Nestor, Hugo. Gido und Alfredo meistens erst im Stall. Mit Alfredo haben wir zusammengearbeitet. Er ist der „Stallbursche“. Als erstes wurden die 11 Pferde gefüttert. Danach wurden die Pferde geputzt, die wir reiten wollten.

Um 08:00 Uhr gab es dann Frühstück mit der Familie zusammen. In der Zeit, die ich dort verbracht habe, gab es Müsli mit Früchten, Milch und selbstgemachten Quark (verschiedenste Geschmacksrichtungen). Wenn wir früher mit der Arbeit fertig waren, haben wir Mutter Susanne geholfen, das Obst zu schneiden.

Nach dem Frühstück (ca. 08:30 Uhr) bis zur Mittagspause stand die Arbeit mit den Pferden auf dem Plan (Reiten, Longieren, Voltigieren, …). Montag- und Freitagvormittag hatten wir alle zusammen „Reitstunden“ bei Vanessa (Reitlehrerin), bei der sie uns viele Übungen gezeigt hat, die wir mit den Pferden unter der Woche trainieren sollten. Sie hat uns aber auch die Grundkenntnisse zur Freiheitsdressur beigebracht. Um 09:30 Uhr gab es die traditionelle Terere-Pause (Kräutermischung mit kaltem Wasser aufgegossen).

Kurz vor der Mittagspause oder wenn wir die Pferde nicht gebraucht haben, wurden diese freigelassen, sodass sie auf dem Gelände herumlaufen konnten. Entweder auf der „Koppel“ oder wir haben sie den Berg hochgetrieben.

Wir haben nicht nur auf dem Platz mit den Pferden gearbeitet, sondern auch Ausritte in die schöne Umgebung der Farm mit den Kindern oder zusammen mit Susanne gemacht. Sogar Ganztagesausritte z.B. zum Schiessstand oder zum Badesee standen auf dem Programm.

Mittagspause war von 11:30 Uhr bis 14:00 Uhr. So zwischen 12:00 Uhr und 12:30 Uhr gab es das Mittagessen, meistens hat die älteste in Paraguay lebende Tochter der Farmbesitzer gekocht. Nach dem Mittagessen sassen wir gemütlich draussen auf der Terrasse und haben uns unterhalten, Spanisch gelernt oder mit den Hundebabys gespielt.

Insgesamt 16 herrenlose Hunde, die wir als ganz kleine Welpen von ca. 8-10 Tagen gefunden und mit der Flasche aufgezogen haben, wollten gepflegt und beschäftigt werden.

Nachmittags haben wir dann den Stall ausgemistet. Zu viert waren wir sehr schnell mit den 11 Boxen fertig, deshalb haben wir auch andere Aufgaben erledigt wie z.B. Streichen, Wege reparieren, Futter mischen und Giessen, das oft mit einer Wasserschlacht geendet hat. Ausserdem hat uns Alfredo das Lassowerfen und mit der Peitsche knallen beigebracht. Um 15:30 Uhr gab es die zweite Terere-Pause. Entweder wurde im Stall getrunken oder mit den anderen Arbeitern zusammen irgendwo auf dem Gelände. Nachmittags hat uns oft Amely, die 4-jährige Tochter von Daniela, im Stall besucht.

Um 17:30 haben wir die Pferde reingeholt. Entweder ist einer von uns mit Trikolor, dem Hengst, auf den Berg geritten und hat den Rest runtergetrieben, oder wir sind zu zweit auf die „Koppel“ und haben sie zum Stall getrieben. Anschliessend haben wir gefüttert. Um 18:00 Uhr war Feierabend.

Nach Feierabend sassen wir häufig zusammen mit den Farmbesitzern auf der Terrasse und haben Terere getrunken und uns unterhalten. So um 20:00 Uhr gab es das Abendessen (Brotzeit). Jeden Dienstag kamen ein befreundetes Ehepaar und zwei Missionarinnen (Mormonen) zum Abendessen und anschliessender Glaubensdiskussion zu Besuch.

So gegen 22:00 Uhr sind wir dann ins Bett gegangen, müde von der vielen Arbeit an der frischen Luft und mit dem Wissen, am nächsten Tag wieder um 06:00 Uhr aufstehen zu müssen. Nur sonntags konnten wir ausschlafen, wenn keine Badegäste kamen.

Gearbeitet wurde von Montag bis Samstag, nur dass am Samstag nur bis 11:30 Uhr gearbeitet und dadurch gleich nach dem Frühstück gemistet wurde und keine Zeit zum Reiten blieb.

Samstagnachmittag und Sonntag hatten wir frei.

Gelegentlich kam es vor, dass wir Samstag oder Sonntag unserer Gastfamilie bei der Betreuung der Feriengäste geholfen haben. Wir haben Ausflüge begleitet, Ponyreiten und Ausritte mit den Gästen gemacht. Wenn dies der Fall war, hatten wir natürlich einen anderen freien Tag.

Nun komm ich zu den Unternehmungen, die wir im Laufe der Zeit gemacht haben. In unserer Freizeit haben wir auch viel mit Vanessa unternommen, die uns auch ein paar ihrer Freunde vorgestellt hat.

Der erste grosse Ausflug war, als wir zu den Iguazu Wasserfällen nach Brasilien/Argentinien gefahren sind. Wir waren drei Tage unterwegs, natürlich mit Erlaubnis unserer Gastfamilie. Das erlebte kann man kaum in Worte fassen. Bei strahlendem Wetter und nicht zu vielen Touristen war es einfach unglaublich. Ich kann nur jedem empfehlen, sofern sich die Gelegenheit ergibt, die Wasserfälle anzuschauen, denn das muss man selbst erlebt haben!!

In unserer Freizeit sind wir auch mit dem Bus nach San Bernadino und Asunción gefahren, haben die Städte mit ihren bunten Märkten besichtigt und den Lago Ipacarai, …

Ab und zu waren wir auch zu einem Assado (Grillfest) eingeladen. Bei der Vanessa oder deren Freunden.

Am Samstagnachmittag sind wir oft nach Caacupe gelaufen oder gefahren sofern der Bus kam J. Wir waren zuerst bei der Bank, dann einkaufen, Eis essen, im Stadtpark chillen oder haben uns mit Vanessa getroffen, die uns dann mit zu den Asados, etc. genommen hat. Am 08. Dezember haben wir am traditionellen Pilgergang nach Caacupe teilgenommen. Wir waren sogar zweimal im Casino zum Karaoke.

Mit den Farmbesitzern haben wir die Stadt Atyra (Lederstadt) besucht und uns dort Gerbereien, einen Schlachthof, Höfe in denen Tererekannen mit Leder überzogen werden und den Markt, auf dem das fertige Leder verkauft wird, angesehen sowie das ehemalige Kloster besichtigt.

Also, Ich kann ein Aufenthalt im Ausland auf jeden Fall empfehlen! Es ist eine Erfahrung, die man nie mehr vergisst. Ausserdem habe ich in den drei Monaten in Paraguay sehr viel gelernt und zwar nicht nur Spanisch J


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