Landesinformation Bolivien |
Engebettet zwischen Peru, Paraguay, Argentinien, Brasilien und Chile liegt Bolivien, das “Tibet von Südamerika”. Bolivien verdankt diesen Namen seiner aussergewöhnlichen Lage, als höchstes und abgelegenste Territorium der Andenländer. Die Landesfläche erstreckt sich über 1.100.000 km² und ist damit ungefähr zwei Mal so gross wie Spanien. Bolivien ist heim für über 11 Millionen Einwohner, die zumeist noch in ländlichen Gebieten leben. La Paz, die Landeshauptstadt zählt nur 900.000 Menschen, was für eine südamerikanische Stadt sehr klein ist. Bemerkenswert ist allerdings die Höhenlage der Stadt. Sie ruht auf stolzen 3.200 bis 4.100 Metern ü.NN. Die grösste bolivianische Stadt ist jedoch nicht die Hauptstadt La Paz sondern die schöne Stadt Santa Cruz mit knappen 1,7 Millionen Einwohnern.
Dieses einmalige Land besitzt nahezu alle Klimazonen und Landschaftsbilder, die du dir vorstellen kannst. Die Vielfalt reicht von schneebedeckten Berggipfeln, die bis auf 6.400 Meter aufsteigen, tropisches Tiefland, dampfender Regenwald im Amazonasbecken und trockenes Andenhochland. Der weltberühmte Titicaca-See, der Bolivien von Peru grenzt, ist der höchste schiffbare See der Welt. Die kristalblauen Wasser, die einfachen Schilfboote und die Inseln, die präkolumbische Ruinen verbergen, machen Bolivien zu einem „must-see“ einer jeden Südamerika-Reise.
Obwohl Bolivien zu einem der ärmsten Länder auf dem südamerikanischen Kontinent zählt, so ist sein kultureller und natürlicher Reichtum einzigartig. Religiöse und alte Traditionen der Einheimischen gemischt mit den Einflüssen der spanischen Eroberer (Simon Bolivar) sorgen für einen aufregenden Kultur-Mix und Faszination unter den ausländischen Besuchern. Etwa 72% der Bevölkerung gehört zu den Indio-Völkern (Ureinwohner). Diese unterteilen sich in 31% Quechua und 25% Aymara. Rund 28% der Bevölkerung sind Mestizen und die übrigen Bewohner Boliviens sind Weisse, in erster Linie Nachkommen der spanischen Eroberer. Bolivien-Reisende sind begeistert von dieser aufregenden Mischung verschiedener Lebensstile, Rituale, Mythen und Bräuche. Die landschaftliche Schönheit des Altiplanos, aber auch der Amazonasregion mit seinem undurchdringbaren Dschungel, werden von immer mehr Ausländern als Reiseziel geschätzt. Bolivien ist allerdings fern davon, ein Ziel für Massentourismus zu werden, was es für Besucher, die Pauschaltourismus meiden, besonders attraktiv macht.
Zusätzlich zu der interessanten Kultur und Geschichte, sind es sicherlich auch die atemberaubend schönen Landschaften und die einzigartige Tierwelt, die eine Reise nach Bolivien in jedem Fall lohnenswert machen. Touristen haben die Möglichkeit exotische prachtvolle Vögel, Pflanzen, Insekten und eine rieisge Vielfalt an seltenen und zum Teil vom Aussterben bedrohte Säugetiere zu bewundern. Da Bolivien ein sehr grosses und gleichzeitig sehr dünn besiedeltes und unterentwickeltes Land ist, sind grosse Landesteile nach wie vor und zum Glück noch unberührt und unerforscht. Bolivien ist in der Tat einer der besten Orte, um die aufregende Tier- und Pflanzenwelt Südamerikas zu bestaunen. Tiere wie der Jaguar, Lamas, Ameisenbär, Chinchillas, Affen, der Kondor und der seltene Brillenbär finden in Bolivien ein Zuhause.
Die bolivianische Kultur reflektiert die wirklich einzigartige Vielfalt der 35 Ethnien des Landes. Sie leben alle in unterschiedlichsten klimatischen und wirtschaftlichen Bedingungen und haben unterschiedliche traditionelle Mythen, Riten, Rhythmen und Tänze entwickelt. Aufgrund der kulturellen und landschaftlichen Vielfalt ist Bolivien für Abenteuerlustige unbedingt eine Reise wert!
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